Vor allem Spanien und Italien sind ihre bevorzugten Ziele. Allein in Sizilien wurden im vergangenen Jahr weit über 10.000 afrikanische Flüchtlinge registriert. Sogar vor Mallorca wurden algerische Flüchtlinge in einem Boot entdeckt.
Somit kann es durchaus passieren, dass eine Urlaubscrew plötzlich ein Flüchtlingsboot entdeckt. Und weil diese Boote meist nicht hochseetauglich, mit viel zu vielen Leuten besetzt sind, und deren Gesundheitszustand oftmals beängstigend ist, heißt es für den Skipper Hilfeleistung zu geben - dazu ist er nach den gesetzlichen Bestimmungen als Führer eines auf See befindlichen Wasserfahrzeuges bei einem Seenotfall verpflichtet.
Es ist allerdings nicht jedermanns Sache sich den verzweifelten Leuten zu nähern und die Angst, ob die eigene Sicherheit gewahrt bleibt, sitzt einem im Nacken, obwohl in aller Regel nichts passiert und die Hile dankbar angenommen wird.
Um die richtigen Maßnahmen zu ergreifen haben das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie und die Internationale Marine Oraganisation gemeinsam mit der UNO entsprechende Broschüren herausgegeben. Hier werden die richtigen Maßnahmen erläutert.
Broschüre des BSH "Sicherheit im See- und Küstenbereich": www.bsh.de/de/Produkte/Infomaterial/Sicherheit%20im%20See-%20u.%20Kuestenbereich/SicherheitimSee-Kuestenbereich.pdf
UN-Publikation "Rescue at Sea": www.unhcr.at/fileadmin/unhcr_data/pdfs_at/sonstige/1767.pdf